Markenwert über Marktwert?

“Auch wenn der sportliche Wert von James vorrangig ist, freuen wir uns auch über die zahlreichen Fans, die er mit nach München bringt.” Dieser Satz von Karl-Heinz Rummenige nach der Verpflichtung des Kolumbianers James Rodriguez im letzten Sommer macht deutlich, welche Bedeutung der Auftritt in den sozialen Medien für Fußballvereine mittlerweile hat.

Vorteile für eine hohe Followeranzahl auf den Kanälen Facebook, Instagram, Twitter etc. gibt es viele. Einerseits lässt man die Fans näher am Alltag der Mannschaft teil haben und erhöht so deren Identifikation mit dem Verein. Anderseits macht man sich durch die größere Reichweite an potenziellen Kunden für Sponsoren interessanter. Angenehm sowohl für Vereine als auch für Sponsoren ist zudem die gute Messbarkeit der Kampagnen, die sozialen Medien liefern hier genaue Analysedaten.

Doch sind die Bundesligaclubs in Deutschland auch in Bezug auf die sozialen Medien bundesligareif? Auch wenn man im Vergleich zu beispielsweise den US-Ligen noch deutlich zurückhaltender und weniger innovationsbereit ist, geht die Entwicklung in die richtige Richtung. Ein Vorreiter ist hier Eintracht Frankfurt, die es immer wieder schaffen, durch neue Formate ihre Community zum interagieren anzuregen.

Doch auch wenn die Bedeutung der sozialen Medien weiter steigt, glauben die Experten nicht daran, dass in naher Zukunft bei einem Transfer der Markenwert wichtiger sein wird als der Marktwert. Aber wer weiß, wie lange das noch so gilt?

Quelle: kicker vom 16.04.2018