Die magische Marke ist geknackt

War es in der letzten Saison noch ein hoher dreistelliger Millionenbetrag, werden in der Spielzeit 2018/19 erstmals über 1 Mrd. Euro an die 36 Profivereine der 1. und 2. Bundesliga durch die Vermarktung der Übertragungsrechte verteilt. Dazu kommen noch Gelder aus dem Sponsoring und der internationalen Vermarktung der Übertragungsrechte.

Wie viel jeder Verein genau erhält, wird die DFL erst im Juli verkünden, der Verteilungsschlüssel ist aber im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich komplizierter. Gab es vorher nur eine 5-Jahreswertung an Hand derer die genauen Beträge festgelegt wurden, ist das System mittlerweile nach einem 4-Säulen-Prinzip aufgebaut. Dabei gibt es neben den bisherigen 5-Jahreswertungen noch eine 20-Jahreswertung sowie ein Bonussystem für den Einsatz eigens ausgebildeter Nachwuchsspieler. Zudem spielen die Säulen “Wettbewerb” und “Nachhaltigkeit” eine wichtige Rolle.

Unangefochten an Nummer 1 in allen Wertungen steht der FC Bayern München. Den größten Sprung nach vorne hat in dieser Saison RB Leipzig gemacht, Werder Bremen und Eintracht Frankfurt können sich auch um 4 Positionen nach vorne schieben.

Für Sportmanager stellt das durch die DFL verteilte Geld eine wichtige Einnahmequelle dar. Auch wenn erst 3% der Gesamteinnahmen durch den Einsatz von Nachwuchsspielern generiert werden, kann dies trotzdem eine Hilfe für kleinere Vereine sein. Trotzdem bleibt natürlich weiterhin die Frage, inwiefern das System gerecht ist oder wie man es weiter verbessern könnte.

Auch in unserem Studium spielt das Thema Finanzierung von Sportvereinen eine große Rolle. Um das Thema der Nachwuchsleistungszentren werden wir uns in unserem nächsten Präsenztermin am 15. August kümmern. Genauere Infos erhaltet Ihr in Kürze.

 

Quelle: kicker vom 28.05.2018